Was tun bei Internetabzocke? – Anleitung

Ich bin wie viele andere auf Nachbarschaft24 hereingefallen. Ich war irgendann auf deren Seite und nun haben sie mir netterweise nach eine Mahnung über 54 Euro per Mail auch eine zweite Mahnung per Post zukommen lassen. Daraufhin habe ich mich mal etwas informiert, habe einen Brief zusammengestellt um das ganz zu kündigen und bin zu folgender Anleitung gekommen.

1) Nicht Zahlen !

2) Schicken sie den Brief am Ende dieser Seite per Email an den Betrüger. Dann sind sie ggf. später vor Gericht auf der sicheren Seite, bzw. falls die Abzocker recht bekommen ist der Vertrag zumindest gekündigt. Wenn ein “Vertrag” über Internet abgeschlosen wurde muss er auch über Internet kündbar sein. Sollte die Mail nich zustellbar sein, reicht ein Screenshot und die zurückgeschickte Mail. (bei Mail Delivery) Schicken sie also keine Einschreiben oder ähnliches nach Dubai oder in die Schweiz zu den “Geschäfts”-führern. Dies wären überflüssige Kosten.

3) Auf keinerlei weitere Mahnungen reagieren. Es sei denn, wichtig, es handelt sich um einen gerichtlichen Mahnbescheid,in diesem Fall innerhalb von 14 Tagen schriftlich widersprechen. Dann muss der Betrüger vor Gericht ziehen, falls er das Geld wirklich haben möchte, was ihn wiederum viel Geld kostet. Das ist bis jetzt noch nie passiert. Genau so niemals gab es bis jetzt einen Schufaeintrag für den Betrogenen. Der Maximale Betrag, mit dem sie zu rechnen haben, sollte es zu einem Gerichtverfahren kommen sind 160 Euro, alle höheren Beträge sind horend und gelogen. (Quelle: SpiegelOnline Verfahrensrechner)

4) Abwarten und Tee trinken. Die Wahrscheinlichkeit für ein Gerichtsverfahren geht gegen Null. Ich habe im ganzen Internet keinen solchen Fall gefunden., geschweige denn das die Betrüger Recht bekommen hätten…

Dies ist der Weg, den ich eingeschlagen habe und ich garantiere für nichts, dieser Blog-Eintrag ist das Ergebnis meiner Recherge in diversen Foren und Antwaltsanfragen, für Anregungen und Erfahrunge steht mein Kommtaredings weiter unten gerne zur Verfügung.

Hier nun meine Briefvorlage für die Kündigung und den Widerspruch jeglicher Verträge. Ich hab ihn aus diversen Briefen die ich gefunden habe zusammen gepastet, umgeschrieben und selbst noch einen Paragraphen hinzugefügt. So sollte er alles Wichtige abdecken:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme Bezug auf Ihre Zahlungsaufforderung vom TT.MM.JJJJ über XX.XX Euro und teile mit, dass ich den geforderten Betrag nicht begleichen werde.

Der von Ihnen geforderte Betrag wird von mir nicht bezahlt, weil es an einem wirksamen Vertragsschluss fehlt.

Die Gegenleistung, nämlich das zu zahlende Entgelt taucht nur im Kleingedruckten auf, so dass ich, als durchschnittlicher Internetuser davon ausgehen musste, dass es sich nicht um ein kostenpflichtiges Angebot handelt. Weiterhin war ich mir keines Vertragsabschlusses bewusst.

Eine entsprechende Klausel ist nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München vom 16.01.2007 (Az: 161 C 23695/06) als überraschend anzusehen. Es fehlt somit an zwei übereinstimmenden Willenserklärungen und damit an einem wirksamen Vertrag.

Ihr Angebot ist von vornherein darauf ausgelegt, den User über die Kostenpflichtigkeit zu täuschen und die von Ihnen angebotene Leistung stehen offensichtlich in einem krassen Missverhältnis zu dem verlangten Entgelt, der Vertrag ist daher weiterhin gemäß § 138 BGB (Sittenwidrigkeit) nichtig.

Hilfsweise widerrufe und kündige ich den Ihrer Meinung nach bestehenden Vertrag und fechte ihn zusätzlich hilfsweise wegen arglistiger Täuschung gemäß § 123 BGB an. Außerdem erkläre ich auch vorsorglich die Anfechtung wegen Irrtums über den Inhalt der abgegebenen Willenserklärungen.

Letztlich mache ich hiermit hilfsweise von meinem Widerrufsrecht als Verbraucher Gebrauch. Ihre Widerrufsbelehrung genügt meines Erachtens nicht den gesetzlichen Anforderungen, weswegen ein Widerruf auch nach der zweiwöchigen Frist möglich ist.

Bitte beachten Sie, dass ich auf weitere Schreiben nicht mehr reagieren werde. Ich bitte um kurze Bestätigung, dass Sie dieses Schreiben erhalten haben.

Mit freundlichen Grüßen

IHR NAME

Eine Reaktion zu “Was tun bei Internetabzocke? – Anleitung”

  1. Jonas Hahn - Ein Computergrafik Blog » Blog Archiv » Nachbarschaft 24 Betrug die zweite …

    […] einiger zeit habe ich einen Blogeintrag geschrieben zu Nachbarschaft24.de die mich ewig schon mit Rechnungen und Mahnungen vollspammen. […]

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